Soziales Konzept
Seit bestehen der Initiative wurde an der sozialen Vision des Projekts gearbeitet. In zahlreichen Veranstaltungen und AG-Sitzungen wurden Konzepte verfasst und diskutiert. Den aktuellen Stand des Konzeptes finden sie hier (PDF). Der unten stehende Text ist ein Ausschnitt aus dem sozialen Konzept. Er gibt eine Vorstellung davon, in welche Richtung das Projekt zielt.
Gelebte Nachbarschaft
Im Möckernkiez soll im Sinne gelebter Nachbarschaft ein Wohn- und Lebensraum entstehen, in dem sich alle gegenseitig nach ihren Möglichkeiten unterstützen, Jüngere und Ältere, Familien und Alleinstehende, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, mit und ohne Migrationshintergrund.
Alle Gruppen und Personen können gemeinsam Aktivitäten gestalten, sich gegenseitig helfen, voneinander lernen und dabei erleben, dass jeder und jede wichtig ist.
Wenn ältere Menschen Kinder betreuen, einen Mittagstisch organisieren, wenn gemeinsam gefeiert wird, wenn Hobbys gemeinsam gepflegt werden, wenn Menschen bei Krankheiten oder in anderen Belastungszeiten unterstützt werden, entsteht ein Umfeld, in dem soziales Miteinander erlebt und gestärkt wird. Dabei setzen wir auf das Prinzip Geben und Nehmen – jeder wie er kann / jede wie sie kann.
Die sich verändernden sozialen Bezüge, u.a. durch den demografischen Wandel, machen die Entwicklung neuer Unterstützungssysteme notwendig, damit sozialen Schieflagen wie Isolation und fehlende Teilhabe – nicht nur im Alter – entgegengewirkt werden kann. Solche Gemeinschaftserfahrungen sollen nicht zuletzt einen Weg eröffnen in Würde und Selbstständigkeit alt zu werden.
Gelebte Nachbarschaft bedeutet für uns keineswegs, dass alle Menschen gleich denken und fühlen. Im Gegenteil, Unterschiede, ja auch Konflikte werden als wertvoller und positiver Bestandteil eines gelingenden Zusammenlebens betrachtet. Das Ziel der Initiative ist daher die Teilhabe sehr unterschiedlicher Menschen und die Berücksichtigung ihrer vielfältigen Bedürfnisse, kurz: Vielfalt und Inklusion.