Initiative Möckernkiez: Inklusion

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Inklusion

Der Begriff Soziale Inklusion verweist auf die gesellschaftliche Forderung, dass jeder Mensch in seiner Individualität anerkannt wird unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität, sexueller Orientierung, Begabung oder Beeinträchtigung, und dass jedem Menschen in vollem Umfang Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht wird. Unterschiede zwischen den Menschen werden zwar bewusst wahrgenommen, sie spielen jedoch keine Rolle für die Gleichwertigkeit zwischen den Menschen. Das heißt auch, dass keine „Normalität“ angenommen wird, von der sich ein Mensch möglicherweise absetzt. Der einzelne Mensch ist damit nicht mehr gezwungen einer für ihn nicht erreichbaren Norm zu entsprechen. Vielmehr ist die Gesellschaft gefordert, Strukturen zu schaffen, in denen sich jeder Mensch einbringen und auf seine ganz eigene Art wertvolle Leistungen erbringen kann.

Diese Denkweise ist ein Paradigmenwechsel, der mit der UN-Behindertenkonvention von 2006 angestoßen wurde, und den wir in unserem Projekt praktisch umsetzten wollen. Dies bedeutet eine Hinwendung zu den Idealen „Teilhabe statt Fürsorge“, „ambulant vor stationär“ und „Selbstbestimmung“ in den Bereichen Leben, Wohnen und Arbeiten.

Soziale Inklusion bezieht alle Menschen mit ein. Wenn wir also viele unterschiedliche Menschen ansprechen, einbinden und beteiligen wollen, dann bedeutet dies, die diversen Voraussetzungen für die Teilhabe bereits in die Planungen mit einzubeziehen: Menschen im Rollstuhl brauchen andere Bedingungen als Fußgänger. Aus der Perspektive von Kindern sind andere Dinge notwendig als aus Erwachsenenperspektive. Christen fühlen sich möglicherweise von anderen Dingen angesprochen als Muslime, Juden, Buddhisten oder Atheisten.