Initiative Möckernkiez: Barrierefreiheit

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Barrierefreiheit

Barrierefreiheit geht uns alle an!

Mit dem Begriff „Barrierefreiheit“ verbinden viele Menschen ausschließlich Hilfen für Menschen mit außergewöhnlicher Körperbehinderung bzw. Bewegungseinschränkung. In unserer Vorstellung denken wir dabei oft einseitig an den Rollstuhlfahrer oder die Rollstuhlfahrerin, die ohne Hilfen nur schwer in unserer Umwelt zurechtkommen. Doch Barrieren und Hindernisse sind im Alltag für viele Menschen in unterschiedlicher Weise einschränkend und belastend.

Die vorhandenen Barrieren und Hindernisse werden von den Einzelnen in vielfältiger Weise erlebt:

  • Für die Mutter mit Kinderwagen, für die bereits normale Treppenstufen zu einer hohen Hürde werden können.
  • Das Ehepaar, das nach dem Urlaub alle Hände voll Reisegepäck hat.
  • Der begeisterte Sportler, der seit gestern mit Gipsbein unterwegs ist.
  • Das Kleinkind, das gerade erst Treppensteigen lernt.
  • Der Mann mit Sehbehinderung, der verzweifelt nach einem für ihn lesbaren Hinweisschild sucht.
  • Der Jugendliche mit Hörbehinderung, der beim Kinobesuch mit Freunden nur wenig zu hören bekommt.
  • Die Frau mit Leseschwäche, die vor dem Fahrscheinautomaten kapituliert.
  • Frau Müller, für die in ihrem Rollstuhl der Arztbesuch zum Spießrutenlauf wird.

Barrierefreiheit bedeutet, dass alles im Wohngebiet ohne Hindernis für alle Bewohner und Bewohnerinnen in jedem Alter unabhängig von vorhandener Einschränkung oder Behinderung zugänglich ist. Barrierefreies Bauen von Anfang an ist langfristig gesehen kostengünstiger als alle anderen Formen des Bauens.


Bild: Heiko Finder. Quelle: Kinder malen barrierefrei / tjfbv e.V.